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Red Bull Flying Illusion ist die aktuelle Show der international erfolgreichen Breakdance-Company Flying Steps aus Berlin, die von 11. bis 13. Dezember 2015 auch in der Wiener Stadthalle zu sehen ist. Vartan Bassil, Mitgründer und künstlerischer Leiter der Flying Steps, spricht über Kreativität, Perfektion und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.

Elf der weltbesten Tänzer - ausgewählt aus allen Bereichen des Urban Dance - treffen in einem magischen Battle der verfeindeten Mächte aufeinander. Flying Heros gegen Dark Illusions. Gut gegen Böse, das Licht gegen die ewige Finsternis. Dabei lassen sie die Grenzen zwischen atemberaubendem Breakdance und Illusion verschwimmen. Übernatürliche tänzerische Fähigkeiten vermischen sich unbemerkt mit gezielten optischen Täuschungen.

 

Herr Bassil, mit Red Bull Flying Bach haben Sie klassische Musik mit Breakdance kombiniert. Wie kam es nun zu Red Bull Flying Illusion?

Wir wollen nicht stehen bleiben. Als Flying Steps geht es uns immer darum, die Leute zu faszinieren, indem wir Welten zusammenbringen, die ursprünglich nicht zusammengehören. Bei Red Bull Flying Bach hat das sehr gut funktioniert, jetzt ist etwas Neues an der Reihe. Zu Beginn war Red Bull Flying Illusion lediglich eine Idee. Aber was für eine! Nur, weil es noch niemand gemacht hat, muss es ja nicht schlecht oder gar unmöglich sein. Das sind unser Motto und unsere Motivation für Red Bull Flying Illusion.

NUR, WEIL ES NOCH NIEMAND GEMACHT HAT, MUSS ES JA NICHT SCHLECHT ODER GAR UNMÖGLICH SEIN.

Die Vorbereitungen für die Show haben insgesamt drei Jahre gedauert. Was war für Sie die größte Herausforderung?

Die größte Challenge bestand mit Sicherheit darin, die beiden Welten Breakdance und Magie auf harmonische Art und Weise zusammenzuführen und in eine fortlaufende Handlung einzubetten. Im Gegensatz zu klassischen Magie-Shows à la David Copperfield arbeiten wir ja nicht mit einzelnen Tricks, sondern nutzen verschiedenste Elemente, um eine Story fließend zu erzählen. Bei den Vorbereitungen haben wir sehr schnell bemerkt, dass es extrem schwierig werden wird, hierbei eine Brücke zu schlagen.

 

 

Wie war die Zusammenarbeit mit Illusionist Florian Zimmer und wie kam der Kontakt zustande?

Wenn man in ein komplett neues Genre reingeht, braucht man einen Vollprofi, der sich auskennt. Am Anfang ging es darum klar zu machen, dass Red Bull Flying Illusion keine "typische" Zaubershow sein soll. Stattdessen sollte die Tanzperformance immer im Vordergrund stehen. Das führte auch dazu, dass wir eine Menge hervorragender Tricks wieder aus der Show werfen mussten, weil die Tänzer gezwungen waren, dafür aus ihren Rollen herauszukommen. Wir wollen schließlich eine Geschichte erzählen.

 

Nach drei Jahren der Vorbereitung und der intensiven Recherche - gibt es für Sie noch etwas, das selbst Sie zum Staunen bringt?

Ehrlich gesagt: nein. In dieser Hinsicht ist das Internet ein echter Fluch, irgendwie kommt man heutzutage ja hinter jeden Trick. So gesehen war ich schon auch ein wenig enttäuscht, als ich bei meinen Recherchen in Las Vegas nichts mehr gefunden habe, das mich vollkommen aus den Schuhen gehauen hat. Andererseits habe ich in der Folge bemerkt: Das, was wir mit Red Bull Flying Illusion machen, macht bis dato niemand anderer auf der Welt. Und das hat mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Außerdem besteht der Reiz bei uns ja nicht in der Illusion als solche, sondern im fließenden Übergang zwischen Tanz und Illusion. Die Zuschauer sollen rätseln: Ist das noch Tanz oder schon Illusion?