Die ŠKODA Sicherheits Initiative - Weil das Leben keine Gerade ist.

Was ist ESP?

ESP steht für Elektronisches Stabilisierungsprogramm. Es hilft, in fahrdynamischen Grenzsituationen wie z.B. in zu schnell gefahrenen Kurven, bei unvorhersehbarer Änderung der Fahrbahnoberfläche (Nässe, Eis, Schmutz) oder bei plötzlich erforderlichen Ausweichmanövern die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten. Deshalb wird ESP auch oft plakativ als "Anti-Schleuder-Programm" bezeichnet.

Wie funktioniert ESP?

Eine Vielzahl intelligenter Sensoren vergleicht laufend die Soll- mit der Ist-Fahrtrichtung des Fahrzeugs. Abweichungen erkennt das System sofort und greift gezielt auf Bremsen sowie Motor- und Getriebemanagement ein, um ein mögliches Schleudern des Fahrzeugs zu verhindern.

Um herauszufinden, wohin das Fahrzeug tatsächlich fährt, werden die Gierrate und die Querbeschleunigung gemessen. Dem wird die Lenkrichtung des Fahrers gegenübergestellt, die mithilfe des Gebers für den Lenkwinkel und der Drehzahlfühler an den Rädern errechnet wird. Stimmt die Lenkrichtung nicht mit der tatsächlichen Bewegung des Fahrzeugs überein, geht das ESP davon aus, dass eine kritische Situation entstehen kann und greift ein.

ESP kann so eine Instabilität durch Untersteuern (Fahrzeug schiebt trotz eingeschlagener Räder zum Kurvenaußenrand) oder Übersteuern (Ausbrechen des Hecks) ausgleichen. Physikalische Grenzen außer Kraft zu setzen, vermag allerdings auch das Elektronische Stabilisierungsprogramm nicht.

Was habe ich davon?

Haben Sie eine oder mehrere der folgenden Situationen schon einmal erlebt:

  • Ein plötzlicher Wildwechsel zwingt Sie zum Ausweichen.
  • Auf der Autobahn wechselt vor Ihnen ein Lkw unerwartet die Spur.
  • Bei einem parkenden Auto wird plötzlich die Türe geöffnet.
  • Eine schlecht geräumte Straße zwingt Sie, mit einer Fahrzeugseite auf Schnee zu fahren.
  • Auf kurviger Strecke werden Sie von einem Schlagloch überrascht.
  • Ein vor Ihnen fahrender Radfahrer schwenkt unerwartet nach links.
  • Die Kurve einer Autobahnausfahrt ist enger als erwartet.

Dann kennen Sie gute Gründe für ESP. Das Anti-Schleuder-Programm entschärft viele gefährliche Fahrsituationen des Alltags.

Kann ESP wirklich Leben retten?

Überfordert ein Fahrer die Möglichkeiten des Fahrwerks und des ESP-Systems, kann ein Unfall auch mit ESP nicht verhindert werden. Studien zufolge wären aber bis zu 80 % der Schleuderunfälle mit ESP nicht passiert (Quelle: www.chooseesc.eu). Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat ermittelt, dass 60 % aller Verkehrsunfälle mit Todesfolge durch Schleudern des Fahrzeugs verursacht werden. Laut ÖAMTC gäbe es Schätzungen zufolge im EU-Raum jährlich 4.000 Verkehrstote und rund 100.000 Verletzte weniger, wären alle Pkw mit ESP ausgestattet.

Die Liste der Studien, die die Wichtigkeit von ESP belegen, könnte noch endlos fortgesetzt werden. Nach den USA hat im März 2009 auch die EU die Konsequenz daraus gezogen: Ab 2011 ist ESP für alle Neuwagen Pflicht.

Unbestritten ist, dass ESP einen entscheidenden Beitrag zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen leisten kann. Schließlich stellt das Anti-Schleuder-Programm die wichtigste Innovation für die Verkehrssicherheit seit der Entwicklung des Sicherheitsgurtes dar.

Welche ergänzenden Sicherheits-Systeme gibt es?

Folgende Fahrdynamik-Systeme sind mit ESP verwandt. Ihr ŠKODA Berater informiert Sie gerne, welche der genannten Systeme im Serienumfang Ihres Wunschfahrzeugs enthalten sind.

ABS (Antiblockiersystem)
ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen. So bleibt selbst bei einer Vollbremsung auf rutschiger Fahrbahn die Lenkfähigkeit Ihres Autos erhalten. Ein ABS-Regelvorgang macht sich durch eine pulsierende Bewegung des Bremspedals, die mit Geräuschen verbunden ist, bemerkbar.

ASR (Antriebsschlupfregelung)
ASR verhindert ein Durchdrehen der Antriebsräder beim Beschleunigen. Dadurch wird das Anfahren, Beschleunigen und Bergauf fahren bei ungünstigen Fahrbahnverhältnissen wesentlich erleichtert bzw. überhaupt erst ermöglicht.

DSR (Driver Steering Recommendation - Lenkempfehlung)
Die Fahrer-Lenkempfehlung gibt dem Fahrer in kritischen Situationen durch leichte Lenkradimpulse die vom System ausgewertete Richtung vor, in die gelenkt werden soll, damit sich das Fahrzeug stabilisiert. DSR wird z. B. bei starkem Bremsen auf unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen der linken und rechten Fahrzeugseite aktiv und sorgt für eine präzise Spurhaltung.

EDS (Elektronische Differenzialsperre)
EDS verhindert das Durchdrehen eines einzelnen Rades. Wenn auf rutschigem Untergrund nur ein Antriebsrad durchdreht, tritt ein Drehzahlunterschied zwischen den Antriebsrädern auf. EDS bremst das durchdrehende Rad ab und überträgt eine größere Antriebskraft auf das andere Antriebsrad. Dieser Regelvorgang macht sich durch Geräusche bemerkbar.

HBA (Hydraulischer Bremsassistent)
Der Bremsassistent erhöht im Falle einer Notbremsung (schnelle Betätigung des Bremspedals) die Bremskraft. So hilft er durch schnellen Druckaufbau in der Bremsanlage, den Bremsweg in Gefahrensituationen zu verkürzen.

MSR (Motorschleppmomentregelung)
MSR verhindert ein Blockieren der Antriebsräder, wenn abrupt Gas weggenommen oder zurückgeschaltet wird. Durch gezieltes Anheben der Motordrehzahl wird eine Stabilisierung des Fahrzustandes erreicht.

Gespannstabilisierung
Fahrzeuge mit werkseitiger Anhängerkupplung können mit einer Gespannstabilisierung ausgerüstet sein. In diesem Fall erkennt das Fahrzeug einen gekoppelten Anhänger und passt den Eingriff des ESP entsprechend an. Bei schlingerndem Anhänger greift das ESP ein und unterstützt den Fahrer in dieser kritischen Situation.

Kann ich ESP ein- und ausschalten?

ESP wird bei jedem Motorstart automatisch eingeschaltet und wirkt prinzipiell ohne Zutun des Fahrers. Es arbeitet im gesamten Geschwindigkeitsbereich und wird in kritischen Fahrsituationen automatisch aktiv. Dieser Vorgang wird von Geräuschen begleitet.

Beim Anti-Schleuderprogramm ESP handelt es sich um ein essentielles System zur Sicherstellung der aktiven Fahrsicherheit. Es kann daher nicht deaktiviert werden.

Manche Situationen erfordern allerdings das Abschalten des verwandten Systems ASR (Antriebsschlupfregelung). Bei Bedarf kann ASR (Antriebsschlupfregelung) durch das Drücken einer Taste deaktiviert werden. Ist das ASR ausgeschaltet, scheint die Kontrollleuchte ständig auf. Eine Deaktivierung des Systems empfiehlt sich aber nur vorübergehend z.B. beim Fahren mit Schneeketten oder beim Freischaukeln aus Tiefschnee oder lockerem Untergrund.

Alle Bauteile des ESP sind übrigens wartungsfrei.

Warum ist ESP bei ŠKODA in allen Modellen serienmäßig?

Wir sind der Ansicht, dass aktive Fahrsicherheit keine Frage des Geldbeutels sein darf. Schließlich vertrauen Sie einem Auto das wichtigste an, das Sie haben: Ihre Familie, Ihre Freunde, Ihr Leben. Aus diesem Grund gibt es bei Škoda zum Thema aktive Sicherheit nur eine klare Antwort: keine Kompromisse! Die serienmäßigen elektronischen Helferlein wie ESP, ABS, ASR, HBA, MSR,... tragen Sorge dafür, dass kein Unfall passiert. Das verstehen wir bei ŠKODA unter Sicherheits-Initiative. Weil das Leben keine Gerade ist.